Hintergrund

Das Internet hat enorme Auswirkungen auf gesellschaftliche Entwicklungen, Wirtschaft, Staat und Verwaltung und bietet unendliche technologische Innovationen. Es besteht ein ungebremstes Wachstum des weltweiten Datenvolumens um ca. 50% pro Jahr. Das Internet durchdringt mittlerweile alle Lebensbereiche. Unzählige Anwendungen eröffnen bisher unbekannte Nutzenpotentiale. Internetbasierte Anwendungen haben Auswirkungen auf die demografische Entwicklung, Mobilitätsverluste werden kompensiert und soziale Medien prägen die Aktualität von Information und Kommunikation.
Der Anteil an der Wertschöpfung durch Internetnutzung wächst kontinuierlich, neue Geschäftsmodelle entstehen und das Internet verändert die Arbeitswelt. Die Informations- und Kommunikationswelt bietet intelligente Anwendungen, die situativ Ereignisse erkennen und Prozesse initiieren. Hochgeschwindigkeits-Breitband Zugangsnetze (FttB/H) müssen Standardinfrastruktur werden und sichern die Teilhabe an diesen Entwicklungen.
Somit sind schnelle Datenverbindungen notwendige Teile moderner Infrastrukturen für die Bürger, Unternehmen, öffentliche Verwaltungen und Bildungseinrichtungen sowie für die Kommunen und dem Landkreis ein bedeutender Standortfaktor. Bei Entscheidern in Wirtschaft und Politik besteht Konsens darüber, dass das Internet und seine breitbandigen Zugangsnetze gleichrangig mit Wasserstraßen, Straßen und Bahnen als wesentliche Infrastruktur damit als Daseinsvorsorge anzusehen ist.
Dem Ausbau des Festnetzes mit Glasfaser wird in diesem Zusammenhang höchste Priorität eingeräumt.
Der Rheingau-Taunus-Kreis möchte daher den flächendeckenden Ausbau der Breitbandversorgung als Hochleistungsnetz mit mindestens 50 Mbit/s bis 2018 vorantreiben.
Ziel ist anschließend die Schaffung einer Gigabit-Region, um u. a. den Wirtschaftsstandort Rheingau-Taunus für Gewerbetreibende sowie Gewerbe- und Dienstleistungsansiedlungen noch attraktiver zu gestalten. Zu realisieren ist dies nach aktuellem Stand der Technik nur mit der Verlegung von Glasfaserkabeln bis an und in die Gebäude. Die Zeitspanne bzw. der Betrachtungszeitraum für dieses Großprojekt reicht bis ca. 2025/2030.